Sunday, December 16, 2007
Betlehem - بيت لحم
Ramallah / رام اﷲ
Wir fahren nach Ramallah in die Westbank. Eine der groessten Staedte in der Westbank und das Zentrum der Palestinensischen Autoritatet, die Hauptstadt sozusagen.
In Deutschland oder in Europa kriegt man oft das Bild, dass man da bloss nicht hinfahren soll, weil es ja in der Westbank ist und gefaehrlich, doch es ist in keinster Weise gefaehrlich. Jedoch gibt es auch eine Einschraenkung; nachts sollte man sich eher nicht in Staedten der Westbank (zumindest nicht auf der Strasse) aufhalten, weil die Israelische Armee oft irgendwelche Operationen durchfuehrt und es unter Umstaenden fuer jeden gefaehrlich werden koennte.
Also entscheiden wir uns auch fuer einen Tagestrip. Nach 45min. und einem Checkpoint sind wir da. Ramallah ist eine sehr belebte Stadt, die meisten Menschen hier sind unter 25 und die Strassen voll, es sieht aus wie jede andere arabische Stadt auch. Die Leute in Ramallah sind sehr nett, ueberall wird man freundlich begruesst und sie scheinen sich zu freuen, dass man die Stadt besucht. Besonders viele Touristen gibt es hier nicht, vielleicht auch mangels der Touristenattraktion, die neben dem Grab von Yasser Arafat fehlen. Dennoch ist Ramallah auf jeden Fall ein Ausflug wert.
Auf dem Weg zurueck kommt man an den Checkpoint. Die Taschen werden kontrolliert und wir muessen durch einen Metalldetektor. Passkontrolle sowieso (nur Palaestinenser, die in Jerusalem geboren sind, koennen aus der Westbank raus). Alles geht sehr langsam voran an der Drehtuer blickt ein gruenes Licht, dann kann einer wieder durch ..... Die IDF Soldaten sitzen in einem Raum hinter Panzerglass und kommunizieren mit den Leuten durch die Lautsprecher.....
Wir treffen ein paar junge Palestinenser, sie lernen deutsch, wollen hier weg. Sie sagen uns, dass es hier kein Leben ist, vielmehr gleicht es einem Gefaegnis. Viele von ihnen muessen jeden Tag den Checkpoint passieren und jeden Tag dauert es mindestens eine Stunde.... Ihre Geduld ist bewundernswert.
Wir haben es nach ca.1 Std. geschafft auf der anderen Seite wartet der Bus und wir fahren nach Hause…….
Monday, December 10, 2007
Jerusalem I – Al Quds – القُدس
Jerusalem- Peace/ Shalom/ Salam- waere schoen. Und im Prinzip sieht es fast nach einem friedlichen Zusammenleben verschiedenster Kulturen aus. Juden und orthodoxe Christen in ihrere vollen Tracht laufen durch die Gassen der Altstadt, wo Muslime ihre Sachen verkaufen. Menschen aus verschiedenen Laendern, jeder Kontinent ist vertreten. Alle teilen sich Jerusalem als wichtigste religioese Staette. Bedeutende Kirchen, Moscheen und Synagogen ueberall.
Waehren da nicht die schwer bewaffneten Soldaten und Bodyguards ("These men with the small microphone are bodyguards for Israelis"), Checkpoints und klare Abgrenzungen zwischen Palaestinensern und Israelis, die hier fuer Sicherheit sorgen sollen. Eben noch im palaestinensischem Teil Jerusalems mit arabischen Flair und schon im israelischen Part, wo man denkt man waer in Europa, koennte die Fussgaengerzone Stuttgarts sein.
Jerusalem ist eine sehr interessante und bewegende Stadt die wohl keiner vergisst, der sie mal gesehen hat.
Palaestina – Falestin - فلسطين
Waren fuer eine Woche in Palaestina. Diesen "Urlaub" zu beschreiben ist etwas schwieriger. Er war zweifelsohne eine sehr gute und intensive Erfahrung. Und wir hatten auch ziemlich viel Spass. Aber die Situation des Konflikts gibt dem Palaestina Aufenthalt nochmal eine andere Note, die mit Spass weniger zu tun hat.
Grenzerfahrungen
Es geht am Freitags los auf unsere vorerst letzte Reise in der Region. Seit 1994 hat Jordanien mit
Wir muessen durch zwei Sichercheitschecks (darunter auch einer bei dem man auf Spuren von Sprengstoff kontrolliert wird) und dann koennen wir uns fuer ein Visum anstellen. Wir wissen, dass wir uns womoeglich sehr vielen Fragen unterstellen muessen, da wir beide einige Stempel im Pass aus Syrien und Libanon haben. Die junge- vielleicht 20 Jahre alte- Grenzpolizisten, sieht die Stempel und es geht los. Was haben Sie in Syrien gemacht? Was haben Sie im Libanon gemacht? Warum? Weshalb? Hatten Sie Kontakt zu Arabern? Kennen Sie jemanden in Israel? Sprechen sie Arabisch? usw.
Dazu noch die Fragen was wir in
Alles dauert sehr lange, dazu muessen wir ihnen Namen von unseren Eltern, Grosseltern usw hinterlassen. Nach der ganzen Befragung duerfen wir erstmal Platz nehmen. Warten. Es dauert noch ca. 2 Std zwischendurch kommt nochmal jemand vorbei mit noch mehr Fragen.
Dann wieder an den Schalter und zum kritischen Teil. Wir wollen den israelischen Stempel vermeiden und wir wissen das die Israelis netterweise ein Blatt Papier anstelle des Passes stempeln. Sie fraegt uns auch, ob wir einen Stempel haben wollen und wir sagen natuerlich: Nein. Im Endeffekt haut die nette junge Dame uns trotzdem einen Stempel rein.... naja Scheisse gelaufen.
Welcome to Israel_ Palestine.
Saturday, December 8, 2007
Dead Sea- ألبَحْر ألمَيّت
Tuesday, November 27, 2007
Wadi Rum- وادي رم
Wadi Rum, eines der beliebtesten Reiseziele hier in Jordanien. Eine Wueste im Sueden Jordaniens, weiss auch nicht warum das Wadi Rum heisst. Aber egal. Irgendwo schon sehr touristisch, trotzdem ueberwaeltigend, was man vielleicht auf den Bildern sehen kann.
Als wir ankamen sind wir erstmal drauf losgelaufen und haben "Lawrence Spring" besucht. Fuer den naechsten Tag haben wir ne Jeeptour gebucht, die trotz unserer Umgehung des Visitor Centers sehr teuer war. Aber ohne Jeep kommt man nicht weit und mit Jeep manchmal auch nicht... Sind 5 Stunden festgesteckt, da unser Jeep zwischendurch den Geist aufgegeben hat und wir auf Ersatzteile warten mussten. Am Abend waren wir zu leckerem Huehnchenessen bei einem "Beduinen" eingeladen. (Der gute Mann hat Jura studiert und spielt grad fuer die Touristen den Beduinen und macht gut Kohle damit.)
Am naechsten Tag sind wir noch zur Sandduene gefahren, haben dort ein Fruehstueckspicknick gemacht und sind dann zurueck spaziert, da die drei Kamele, die wir uns fangen wollten, schneller waren als wir. Das wars dann auch schon...
Monday, November 19, 2007
Wadi Hasa- وادي حصا
Waren letztes Wochenende auf Wadi Tour im Wadi Hasa. Geplant war ein 2 Tages Trip (Aki hat in unserem Trekking Guide eine Abkuerzung gefunden), doch wir hatten ein paar Probleme, dort hingebracht zu werden, wo wir eigentlich loslaufen wollten. Der Bus, der dachte er wuesste wo wir hinwollen, hat uns erstmal ganz woanders hingebracht um uns dann zu erzaehlen, dass er nicht dort hin faehrt wo wir hin wollen. Viel Zeit verplembert, sind schon viel zu weit gefahren, ein Taxi angehalten, dass uns fuer 15 JD (15 Euro) ne Stunde rumkutschiert hat. Leider war die Strasse kaputt und er musste uns wo anders raus lassen, die Abkuerzung war gestrichen, eben doch 3 Tages Trip durchs ganze Wadi.
Am ersten Tag war viel klettern und Wegfindung angesagt, aber wir konnten gar nicht so lange laufen da es schon dunkel wurde. Der zweite Tag war etwas stressig, haben uns selten ne Pause gegoennt. Aber die Natur in so nem Wadi ist echt genial, zumindest wenn Wasser fliesst. (siehe Fotos).
Monday, November 12, 2007
Syria Libanon Part II- Libanon الجمهورية اللبنانية
Es folgt Part II unserer kleinen Reise. In Beirut sind wir zuerst angekommen, dort erstmal besonders auffallend- es ist gruen. Wenn man aus Jordanien kommt, tut das richtig gut, sich mal ein wenig wie in Suedeuropa zu fuehlen.
Beirut gilt als die liberaleste Stadt im Mittleren Osten, hier soll es die besten Clubs in der Region geben und auch der Kleidungsstil der Frauen ist in einigen Vierteln europaeisch. Aber Beirut ist auch sehr teuer, zumindest fuer die Region, die Preise in Cafes und Restaurants sind mit den Preisen in Europa vergleichbar.
Was sehr interessant an
Aber auch die Spuren der vielen Kriege sind in Beirut ueberall erkennbar. Die Innenstadt Solidere wurde im Buergerkrieg komplett zerstoert und in einem Millionenprojekt vor ein paar Jahren wieder erbaut. Oft sieht man in Haeusern etliche Einschussloecher- Spuren des Buergerkrieges- und noch immer stehen einige Haueser vollkommen zerstoert in der Stadt.
Die Spuren des letzten Krieges-2006- sind noch immer in den suedlichen Stadtteilen von Beirut stark erkennbar, auch wenn langsam der Wiederaufbau begonnen hat.
Die politische Situation im Libanon ist jedoch noch immer stark angespannt, die vielen Attentate auf Politiker, der Krieg im letzten Jahr und bevorstehende Wahlen haben ein hohes Sicherheitsaufgebot zur Folge.
Street Art- Beirut