Wednesday, October 31, 2007

Syria Libanon Part I – Syria سوريا

Waren 11 Tage auf Syrien Libanon Reise. Hier kommt erstmal Part I ueber Syrien (auch wenn wir zuerst im Libanon waren)

Auf Tour: Beth, Froe, Luise, Aki

Aleppo- Haleb- حلب
Drei Staedte in Syrien haben wir besucht, die unterschiedlicher fast nicht sein koennten.
Habe ja erstmal fest gestellt, dass der mittlere Osten nicht gleich mittlerer Osten ist. Die Laender (zumindest was ich bisher gesehen hab- Jordanien, Syrien, Libanon und Aegypten) unterscheiden sich von Landschaft und Kultur ziemlich eindeutig voneinander. Und jetzt in Syrien faellt mir der krasse Unterschied zwischen den verschiedenen Staedten auf.
In Aleppo sind auf der Strasse kaum Frauen zu sehen. Und wenn sie zu sehen sind, dann doch eher weniger weil oft verschleiert. Es kommt natuerlich auch ein bisschen darauf an, in welchem Stadtteil man sich befindet. Aber oft bin ich mit vielleicht 2-3 weitern Frauen alleine unter 100 Maennern. Und das gefaellt mir nicht so.

Aber Aleppo ist eine sehenswerte Stadt. Viel von der Altstadt ist erhalten. Am meisten hat mir der "Suq" gefallen, die engen Gassen mit einem kleinen Laden neben dem anderen, der in Allepo ueberdacht ist, wie ein langer aber enger Gewoelbekeller mit Abzweigungen.

Und die Festung in der Mitte der Stadt ist auch ziemlich gut erhalten. Also wenn ich ein Angreifer damals waer, waer ich hier spaetestens wieder umgedreht (vor allem weil ich weiss, dass die Burg Loecher hat, aus denen die Aleppolaner heisses Oel auf Angreifer gespritzt haben).

Uebrigens hat ein Tag vor unserer Ankunft eine oeffentliche Hinrichtung stattgefunden, die erste seit 1989. Fuenf junge Manenner sind erhaengt worden, vor dem "Clock Tower", einer weiteren Touristenattraktion.


Blick ueber Aleppo von der Citadelle


Die Citadelle (Burg)


Der "unterirdische" Marktplatz






Der "Clock Tower"


Latakia- اللاذقية

Latakia hat gegen Aleppo echt nichts zu bieten. Ok, einen Hafen und das Meer eben. Aber warum ich es doch erwaehn, Lattakia soll in Syrien die Stadt mit der modernsten Bevoelkerung sein. Und es ist uns auch aufgefallen, dass Maedchen hier, teilweise in kurzen und engen Sachen, auch abends auf der Strasse sind. Inwieweit die Bevoelkerung sonst noch modern ist, kann ich nicht so sagen, wir waren eigentlich nur zum Uebernachten dort...


Damaskus-
دمش

Wohl bisher eine der schoensten Staedte, wenn nicht die schoenste Stadt, die ich bisher gesehen hab. Wobei sich die Beurteilung hauptsaechlich nur auf die Altstadt bezieht. Die Leute hier sind sehr unterschiedlich, von ganz verschleiert bis westlich gekleidet. Vielleicht sind deswegen die Leute hier auch offener und weniger kritisierend. Die Stadt ist lebendig und vieles spielt sich auf der Strasse ab, gute Restaurants, Cafes und gute Musik.


Syrien, Gott beschuetzt dich!


Eingang der Umayaden Moschee, eine der groessten der Welt


Umayaden Moschee von Innen


ebenfalls die Umayaden Moschee


The Grand Suq


kamaan


Doktor Bashaar und seine Freunde


Gebetsketten- Misbaha



Posted by Luise

Tuesday, October 30, 2007

Amman Impressionen - عمان

Amman in the dust.


Ueblicher Gefangenentransport: zuerst Polizei mit Sirene,
dann der Gefangenenwagen, dann die Scharfschuetzen.



Blick ueber Jebel Amman und Ashraffieh


The Kings of Jordan.

Posted by Luise

Wednesday, October 17, 2007

Wadi Mukheiris

Letzte Woche haben wir eine Wadi Tour gemacht. Ein Wadi ist eigentlich ein Tal, oder Trockental in der Wueste, wobei einige auch Wasser fuehren.

Wir haben ein ganz nuetzliches Buch dabei in dem solche Trekkingtouren drin stehen.

Also los ging es mit dem Bus ans Tote Meer, von dort aus erstmal den Eingang ins Wadi suchen , was diesmal recht einfach war.

Die Tour war fuer zwei Tage angelegt. Das Wadi war sehr schoen, es fuehrte Wasser und immer wieder tauchten (erstmal) kleine Wasserfaelle auf. Die Tour war im Buch als "moderate" ausgezeichnet, was bedeutete, dass manchmal der Weg nicht ganz einfach zu finden war und/oder mit klettern verbunden war. Bis zum Sonnenuntergang haben wir uns einen netten Platz fuer die Nacht ausgesucht. Am Abend dann gemuetlich Feuer gemacht , Essen gegrillt und gechillt.

Besonders bequem waren die Steine nicht, aber egal. Am naechsten Tag laufen wir weiter an den mindestens 20m hohen Wasserfall, beeindruckend. Von dort aus kam der schwierigste Teil der Tour, wir mussten jetzt sozusagen aus dem Wadi raus den Berg hoch um da hoch zu kommen wo der Wasserfall runterlaueft. Etwas anstregend aber geschafft….

Noch 1-2 Stunden sind wir gelaufen und dann den ganzen Weg wieder zurueck.

Hier ein paar Eindruecke.

... dabei ist es nach oben leichter als wieder runter...


Die Dusche direkt neben unserem Schlafplatz.


Kleines Feuer fuer das Abendessen


Ein Ausschnitt des 20m Wasserfalls


oberhalb des Wasserfalls mit Blick aufs Tote Meer


schon wieder auf dem Weg zurueck

Monday, October 8, 2007

Umm Qais- أم قيس

Umm Qais, Ruinenstadt im noerdlichsten Norden von Jordanien. Irgendwie schon sehenswert- so viel Ruine an einem Ort und teilweise auch gut erhalten. Was aber Umm Qais wirklich sehenswert macht ist die Aussicht, die man ueber die Golanhoehen in Syrien und den See Genezareth in Israel hat. Deshalb auch nur ein Foto von den Ruinen:



... und ein Foto von der Aussicht (das blass blau schimmernde auf der linken Seite ist der See, kommt nicht ganz so gut raus wie man es eigentlich sieht)

Sunday, October 7, 2007

Petra- البتراء

Petra, die Steinstadt, ist sicherlich nicht ohne Grund zu einem der neuen Sieben Weltwundern gewaehlt worden. Der Eintrittspreis ist mit ca. 25 Euro schon etwas uebertrieben, weshalb wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, diesen zu umgehen. Am ersten Tag hat das nach einstuendiger Diskussion auch geklappt (wir haben 1 Euro, den Preis fuer Jordanier, bezahlt), am zweiten Tag ging das nicht mehr deshalb haben wir den Weg ueber die Berge durch den "Secret Entrance" genommen.


Hinter den Bergen am Horizont liegt Petra, etwas versteckt.


Um nach Petra zu kommen, geht es erstmal durch die Schlucht...


... bis man auf Al Khazneh "the Treasury" blickt.


Al Khazneh


Eines der in Stein gehauenen Haeuser.



kleiner Ausschnitt von Petra


durch die Berge


"little Petra", 7km ausserhalb und Start unserer Tour zum "Secret Entrance"


wo gehts denn hier nach Petra? ca. 4 Stunden ueber die Berge. Mit Hilfe einiger Beduinen haben wir es doch noch geschafft.

Tuesday, October 2, 2007

Amman - عمان


Blick ueber die Huegel Ammans


Freitagsmarkt in Abdali (Blick von unsrer Terasse)

Shisha rauchen auf unserer Terasse


Abdallah Mosche, die groesste in Amman


Abdallah Moschee







Sonnenuntergang hinter der Abdallah Moschee

Monday, October 1, 2007

Jordanien- الأُرْدُن

Endlich kommen wir nach Jordanien. Jetzt bin ich (Luise) schon ueber 6 Monate hier und fuehl mich beinahe wie zu Hause, alles scheint "normal" und den Alltagstrott gibt es auch hier.

Aber ich erinner mich, dass es mir am Anfang etwas anders ging. Fasziniert war ich von den Rufen des Muezzin, die in mir orientalische Urlaubsgefuehle geweckt haben, von den Minibussen, in die man unkompliziert ueberall ein- und aussteigen kann wo man will, und von dem Wuestenfeeling, was die Jordanier im Fruehling "gruen" genannt haben, weil hier und da ein kleines Bueschlein zu sehen war. Zu meiner Fasziniertheit hat sich aber auch gleichzeitig immer ein Unwohlsein dazu gesellt wenn ich durch die fremden Strassen gelaufen bin, in denen ich als Fremde auch jetzt noch auffalle. Oder wenn ich den Bus zum Anhalten bringen will, wo man doch als Frau nicht so laut sein soll- ah, man klopft mit einer Muenze an die Scheibe…, naja, ich bleib lieber sitzen und warte bis jemand anderes aussteigt und lauf dann halt zurueck…

Und was mir auch aufgefallen ist, war die Gastfreundschaft. Selbst ohne Arabisch bin ich nie verloren gegangen im grossen Amman, immer war jemand da der meine Unsicherheit erkannt und micht dort hingebracht hat, wo ich hin wollte. (Auch jetzt empfange ich noch "LiebesSMS" von Maedchen, die ich das letzte mal vor 5 Monaten gesehen habe. "When I see my friends, I remember the moon, but when I see the moon, I remember your face. I love you and you love me.")

Und mittlerweile hab ich mich hier schon eingelebt, der Muezzin stoert mich beim Fernseh schauen und das tolle Wuestenfeeling ist nicht mehr so faszinierend. Wo sind die Seen, Waelder und Wiesen? Das Unwohlsein ist fort, in den Strassen fuehl ich mich zu Hause und den Bus bekomm ich immer irgendwie zum Anhalten.